Eberraute – eine Heilpflanze mit erstaunlicher Heilwirkung.

Eine Pflanze des Liebeszaubers. Wenn jemand ein Mädchen zu seiner Liebsten haben will, so muss er ihm heimlich ein Büschel Eberraute zustecken, das Mädchen kommt dann von selbst zu ihm. Diese Lieber dauert aber nur kurze Zeit, weil sie eine angezauberte ist. Begegnet ein Mädchen, das sich einen Teil der Pflanze in den Schuh oder unter die Kleider auf die bloße Haut gelegt hat, einem Mann, so wird dieser ihr Ehemann. Wenn eine Frau von ihrem Mann schlecht behandelt wird und wissen will warum, so muss sie die Pflanze dreimal danach fragen, sie bekommt dann die Antwort. Jäger stecken sich zur Erlangung eines sicheren Schusses ein Büschel Eberraute an ihren Hut.

Die Pflanze Eberraute auch bekannt unter Zitronenkraut oder auch Gartenheil gehört zur Familie der Korbblütler und ist eine mehrjährige Pflanze, welche eine Wuchshöhe bis zu 100 cm erreichen kann. Die Eberraute mag einen trockenen Boden und viel Sonne. Ihre Blütezeit beginnt von Juli und dauert bis September. Man findet die Pflanze auf Ödland und Schuttplätzen.

Der Wirkstoff Absinthin, der im Wermut in hoher Konzentration vorkommt, ist auch in der Eberraute enthalten, allerdings nicht in so großen Mengen. Die Pflanze mit dem leichten Zitronenduft und den vielen feinen fiedrigen Blättern war früher ebenso eine wichtige Heilpflanze wie der Wermut, jetzt gilt als Wermut-Ersatz. Die Eberraute ist ein hervorragendes Heilmittel bei Kraftlosigkeit und besitzt die gleiche anregende Wirkung auf die Verdauungsorgane, wie ihr bekannter Bruder. Verwendet werden die blühenden Wipfel oder auch die Blätter vor der Blüte. Verlorener Appetit und Körpergewicht steigen nach Anwendung einer Eberraute-Tinktur wiederum an, dies ist vor allem für die Angehörigen von Magersüchtigen interessant. Der Tee wird zur Magenstärkung, zur Stärkung der Verdauungsorgane, bei chronischem Bronchialkatarrh, bei Würmern, bei Menstruationsbeschwerden, Hysterie und als harn- und schweißtreibendes Mittel angewandt. Kurmäßiger Genuss des Tees über zwei Wochen reinigt die Haut des ganzen Körpers.

HILDEGARD VON BINGEN:

Wo am Körper Knollen entstehen, oder wo ein Teil eines menschlichen Gliedes sich zusammenzieht, lege rundherum zerstoßene Eberraute auf und reibe diese Stelle mit deren Saft ein, und es wird besser. Hält die Zusammenziehung aber an, gibt’s weg, weil es dann schadet.

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