Buchweizen – die bessere Alternative zu Haferflocken.

Buchweizen wurde schon vor 6000 Jahren angebaut – darauf weisen historische Funde aus Nepal, Sibirien, der Mandschurei und China hin. Nomaden verbreiteten die Körnerfrucht über weite Strecken der Erde, bis sie im 13. Jahrhundert ins kühle Europa gelangte. Die kleinen dreikantigen weizen großen Früchte des Knöterichgewächses sind nahrhaft und ähneln in ihrer Form den „Buch“ eckern, dieser Ähnlichkeit verdankt der Buchweizen seinen deutschen und seinen botanischen Namen: „fagus“ (lat. = Buche); „pyros“ (griech. = Weizen); der Artname: „esculentum (lat.) bedeutet „essbar“.

Buchweizen und seine Persönlichkeit.

Der Buchweizen gehört zur Familie der Knöterichgewächsen und ist eine einjährige Pflanze, welche eine Wuchshöhe bis zu 60 cm erreichen kann. Die Pflanze mag einen sauren Moorboden oder Sand und ist frostempfindlich. Der Buchweizen hat einen aufrechten Stängel, welcher meist rot überlaufen ist. Seine Blätter sind annähernd dreieckig, zugespitzt mit herzförmiger Basis. Die Blütenstände haben dichte Rispen auf langen Stielen. Der Buchweizen hat schöne spitz dreikantige Früchte. Man findet ihn in Ruderalgesellschaften, Acker- und Gartenkrautgesellschaften.

Buchweizen – alles über die Ernte.

Von August bis September können die getreideartigen Samen des Echten Buchweizens gesammelt werden, indem man sie von den Triebspitzen oben abstreift. Sie sind angenehm zart zu kauen, etwas mehlig und schmecken nussig-getreideartig. Die Blätter wurden früher roh gegessen, was aufgrund der reizenden Wirkung nur bedingt empfehlenswert ist. Aus den Blüten und Samen kann ein roter Farbstoff gewonnen werden.

Buchweizen – die Heilwirkung einer uralten Pflanze.

Die Blätter und weichen Triebe können die Schleimhäute und empfindliche Hautstellen bei starker Sonneneinstrahlung etwas reizen. Die Körner sind sehr kohlenhydratreich, besitzen bis zu 10% Eiweiß und die in Getreiden eher seltene essenzielle Aminosäure Lysin. Darüber hinaus enthalten sie bis zu 5% des Flavonoids Rutin. Eine Teebereitung ist aufgrund des enthaltenen Rutins hilfreich bei Venen- und Gefäßschwächen und kann auch zu begleitenden Behandlung von Krampfadern und Arterienverkalkung eingesetzt werden. Außerdem hat das Rutin einen blutdrucksenkenden Effekt und wirkt deutlich antioxidativ. Die Volksheilkunde setzt die Pflanze darüber hinaus zur Blutstillung, bei Netzhautblutungen, Venenstauungen und zur Anregung der Milchsekretion bei Wöchnerinnen ein. Die Homöopathie nutzt Potenzierung bei Kopfschmerzen und Lebererkrankungen. Die Buchweizenkörner sind glutenfrei und können zu Mehl vermahlen und daraus Gebäck hergestellt werden.

Buchweizen in allen Lebenssituationen.

Buchweizentee
1-2 TL Buchweizenkraut mit 200 ml Wasser 3 Minuten aufkochen und circa 10 Minuten ziehen lassen. 3 – 4 Monate lang 3-mal täglich 1 Tasse trinken und dann sollte Sie 3 Monate Pause machen.

Tee gegen Gedächtnisschwäche
Je 20 g Buchweizenkraut, Basilikum, Eisenkraut, Rosmarin und Weidornblätter. 7 Minuten ziehen lassen. 6 Wochen lang 3-mal täglich 1 Tasse trinken.

Venentee
Je 20 g Buchweizenkraut, Schafgarbe, Honigklee, Hohlzahn und Weißdorn. 10 Minuten ziehen lassen. 6 Wochen lang 3-mal täglich 1 Tasse trinken.

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