Efeu, die immergrüne Vielfalt der Mutter Natur.

efeu

Efeu soll man nicht im Haus halten, das bringt Unglück, zerstört das eheliche Glück oder bedeutet Tod für einen Familienangehörigen. Die Tochter des Hauses, in dem Efeu gezogen wird, bleibt unverheiratet. Am Matthiastag holt man Wasser aus drei verschiedenen Quellen und lässt Efeublätter schwimmen. Schwimmen die Blätter zusammen, so deutet, dass auf eine Heirat im kommenden Jahr. Efeu gilt als Orakelpflanze für die Weinernte: Blüht der Efeu schön, gibt es viel Wein. Zum Gott des Weins, zu Dionysos, gibt es eine besondere Beziehung, denn immer schon wurden in Griechenland bei feucht-fröhlichen Festen Efeukränze getragen und alle Weinpokale mit Efeu geschmückt. Wo viel Efeu wuchs, vermutete man die Anwesenheit des Gottes und feierte umso lieber. Insgesamt ist der Efeu das Symbol der immerwährenden Liebe und Treue, deshalb wurde aus ihm auch eine der klassischen Grabpflanzen der heutigen Zeit. Die Liane soll auf dem ewigen Leben und Unsterblichkeit hinweisen.

Steckbrief – Efeu.

Die Pflanze Efeu auch Löwenfuß genannt gehört zur Familie der Korbblütler und ist eine mehrjährige Pflanze, welche eine Wuchshöhe bis zu 15 cm erreichen kann. Der Efeu mag einen kalkhaltigen und mageren Boden ab 1400 Meter Höhe. Der Kletterkünstler erobert 20-30 m hohe Bäume, indem er sich mit seinen bürstenartigen Haftwurzeln an Baumrinde festklammert. Die Blätter sind am unteren Teil der Pflanze drei- bis fünfeckig gelappt und sternstrahlig durchgezogen von hellen Adern, weiter oben eiförmig angespitzt, rautenförmig bis lanzeittlich-schmal.

Die Ernte von Efeu.

Für medizinische Zwecke werden im Frühjahr die 3- bis 5-eckig gelappten Blätter nicht blühender Sprosse aus dem unteren Bereich der Pflanze gesammelt.

Die Heilwirkung von Efeu.

Efeublätter entfalten auswurffördernde, sekretlösende, entzündungshemmende, schmerzstillende, krampflösende und beruhigende Eigenschaften. Sie wirken vor allem bei Erkrankungen der oberen Luftwege, weil ihre Saponine den hartnäckigen Bronchialschleim verflüssigen und dadurch das Abhusten erleichtern. Gleichzeitig erhöhen sie die Aktivität des Flimmerepithels in den Bronchien, das fördert ebenfalls das Abhusten. Außerdem besitzen sie antibiotische, antivirale und pilzhemmende Eigenschaften – eine ideale Heilpflanze bei Bronchitis. Bei äußerlicher Anwendung wirkt Efeu hautreizend und hemmt die Wassereinlagerung ins Gewebe.

HILDEGARD VON BINGEN:

Der Efeu ist für den Menschen unnütz zu essen, aber ein Mensch mit Gelbsucht dünste ihn in Fett und lege das Fett warum auf den Magen, und die Gelbsucht geht in jenes Kraut über, dass sogar die Haut des Menschen gelblich erscheinen wird.

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Eberraute – eine Heilpflanze mit erstaunlicher Heilwirkung.

eberraute

Eine Pflanze des Liebeszaubers. Wenn jemand ein Mädchen zu seiner Liebsten haben will, so muss er ihm heimlich ein Büschel Eberraute zustecken, das Mädchen kommt dann von selbst zu ihm. Diese Lieber dauert aber nur kurze Zeit, weil sie eine angezauberte ist. Begegnet ein Mädchen, das sich einen Teil der Pflanze in den Schuh oder unter die Kleider auf die bloße Haut gelegt hat, einem Mann, so wird dieser ihr Ehemann. Wenn eine Frau von ihrem Mann schlecht behandelt wird und wissen will warum, so muss sie die Pflanze dreimal danach fragen, sie bekommt dann die Antwort. Jäger stecken sich zur Erlangung eines sicheren Schusses ein Büschel Eberraute an ihren Hut.

Die Pflanze Eberraute auch bekannt unter Zitronenkraut oder auch Gartenheil gehört zur Familie der Korbblütler und ist eine mehrjährige Pflanze, welche eine Wuchshöhe bis zu 100 cm erreichen kann. Die Eberraute mag einen trockenen Boden und viel Sonne. Ihre Blütezeit beginnt von Juli und dauert bis September. Man findet die Pflanze auf Ödland und Schuttplätzen.

Der Wirkstoff Absinthin, der im Wermut in hoher Konzentration vorkommt, ist auch in der Eberraute enthalten, allerdings nicht in so großen Mengen. Die Pflanze mit dem leichten Zitronenduft und den vielen feinen fiedrigen Blättern war früher ebenso eine wichtige Heilpflanze wie der Wermut, jetzt gilt als Wermut-Ersatz. Die Eberraute ist ein hervorragendes Heilmittel bei Kraftlosigkeit und besitzt die gleiche anregende Wirkung auf die Verdauungsorgane, wie ihr bekannter Bruder. Verwendet werden die blühenden Wipfel oder auch die Blätter vor der Blüte. Verlorener Appetit und Körpergewicht steigen nach Anwendung einer Eberraute-Tinktur wiederum an, dies ist vor allem für die Angehörigen von Magersüchtigen interessant. Der Tee wird zur Magenstärkung, zur Stärkung der Verdauungsorgane, bei chronischem Bronchialkatarrh, bei Würmern, bei Menstruationsbeschwerden, Hysterie und als harn- und schweißtreibendes Mittel angewandt. Kurmäßiger Genuss des Tees über zwei Wochen reinigt die Haut des ganzen Körpers.

HILDEGARD VON BINGEN:

Wo am Körper Knollen entstehen, oder wo ein Teil eines menschlichen Gliedes sich zusammenzieht, lege rundherum zerstoßene Eberraute auf und reibe diese Stelle mit deren Saft ein, und es wird besser. Hält die Zusammenziehung aber an, gibt’s weg, weil es dann schadet.

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Brennnessel – eine Nährstoffbombe ohnegleichen.

brennnessel

Die Brennnessel wird als antidämonisches Mittel im Stallzauber, als Blitz- und Donnerpflanze, als Aphrodisiakum, als Orakelpflanze und als Kultspeise verwendet. Brennnessel und Schafgarbe, gleichzeitig in der Hand gehalten, helfen gegen alle teuflischen Anfechtungen. Ziegen sind vor allem Schaden geschützt, wenn in ihrem Stall ein Büschel Brennnessel hängt. Brennnesseln werden in der Walpurgisnacht (30. April) auf den Misthaufen gesteckt und mit einem Stock geschlagen. Böse Kräfte haben dann keine Macht mehr über das Vieh. In der Johannisnacht hängt man an die Fenster und Türen des Stalles Brennnesselbüschel, das schützt das Vieh. Wenn die Butter sich nicht ausrühren lässt, schlage man das Fass mit Brennnesseln. In die zur Käsebereitung bestimmte Milch wird am Weihnachtsabend eine Brennnessel-Wurzel gelegt und das Ganze am Dreikönigstag auf den Misthaufen gegossen, die Milchwirtschaft des ganzen Jahres wird besser laufen.

Durch Einlegen von Brennnesseln in Milch wird die Milch weniger schnell sauer. Beim Setzen von Kohl wird eine Brennnessel Staude in die Erde gesteckt und mit einem Stein festgedrückt, dass bewahrt den Kohl vor Raupenfraß. Wo Brennnesseln stehen, schlägt der Blitz nicht ein. Am Gründonnerstag gesammelte Brennnesseln, am Dachboden des Hauses aufgelegt, bewahren das Haus vor Blitzschlägen. Schon seit Antike gilt die Brennnessel als Fruchtbarkeitsmittel. Der Genuss des Samens reizt zum Beischlaf. Um Liebe zu erwecken, berühre man die betreffende Person mit einer Brennnessel-Wurzel. Hühnern mischt man Brennnessel-Samen unter das Futter, damit sie recht gut legen. Als Orakelpflanze wird die Brennnessel gebraucht, wenn man Leben oder Tod von Kranken feststellen will. Man gießt den Harn des Kranken über frische Brennnessel, wenn die Pflanze überleben, tut dies auch der Mensch.

Oder es wird unter das Bett des Kranken ein Topf mit Brennnesseln-Pflanzen gestellt. Bleiben sie grün, überlebt der Kranke. Wachsen die Brennnesseln im Sommer übermäßig hoch, so gibt es einen strengen Winter. So wie die Pflanzen blühen, so fällt auch die Dinkelernte aus. Wenn im Frühjahr die Brennnesseln mit durchlöcherten Blättern hochwachsen, so wird es im Sommer Hagelschlag geben. Ein Gemüse aus Brennnesseln, am Gründonnerstag gegessen, schützt vor Geldmangel. Brennnesseln sind überhaupt eine kultische Speise des Frühjahrs, die für das ganze Jahr Krankheiten fernhält. Wer ein gutes Jahr haben will, muss am ersten Tag des Jahres Brennnesselkuchen essen. Am Johannistag bäckt man Brennnessel-Krapfen, auch dies hat Schutzfunktion.

Um die Jungfräulichkeit eines Mädchens festzustellen, ließ man es über Brennnesseln urinieren. Verdorrten die Brennnesseln, war das Mädchen keine Jungfrau mehr. Brennnesseln nässeln nicht, wenn man bei ihrer Berührung den Atem anhält.  Aus einem Zauberbuch: Eine an dem Gebärmutterkrebs Erkrankte soll Brennnesseln-Samen von Sonnenaufgang in alle vier Himmelsrichtungen streuen, dass begünstigt ihre Genesung.

Brennnessel – meine Persönlichkeit.

Die große Brennnessel auch Donnernessel oder Hanfnessel genannt gehört zur Familie des Nesselgewächses, welche eine Wuchshöhe von 100 cm erreichen kann. Die große Brennnessel wachsen auf jedem Boden, auch im Halbschatten bis in der Sonne. Die Stängel dieser Gattung sind meist vierkantig mit Brennhaaren. Die Blätter sind in der Regel paarweise versetzt am Stängel angeordnet. Sie sind ungeteilt und ebenfalls mit Brennhaaren verstehen. Die reichhaltigen Blütenstände entspringen den Blattachseln. Die Samen können geröstet als Kaffeesurrogat verwendet werden. Man findet sie überall in der Nähe menschlicher Behausungen, an Zäunen, Schuttplätzen, Ödland und an Grabenrändern.

Brennnessel – alles über die Ernte und Geschmack.

Der Grundgeschmack der Pflanze ist spinatartig. Die Samen haben einen leeren bis nussigen Geschmack. Die jungen, frisch austreibenden, elastischen Triebspitzen und delikaten Blätter erntet man von April bis Juni, wobei die Stiele noch möglichst weich sein sollten. Brennnesselblätter lassen sich an einem luftigen Platz gut trocknen und vermahlen und dann während des Winters als Mineralstofflieferant nutzen. Als heilendes Getränkt bekannt ist vor allem der Tee, aber auch für Saft- und Vitalgetränke ist die Brennnessel eine wertvolle Ergänzung. Die ausgereifte wie auch die noch unreife Saat der Brennnessel kann von Juli bis Oktober als Brotteigbeigabe verwendet werden. Blüten und knospige Blütenstände nutzt man im Sommer ebenfalls als Brotteigbeigabe.

Brennnessel – Die Wirkung einer uralten Heilpflanze

Bezüglich des Mineralstoff- und Vitamingehalts übertrifft die Brennnessel den Kopfsalat bei Weitem. Die ganze Pflanze einschließlich der Samen wird arzneilich verwendet. Traditionell nutzt man sie zur Behandlung von rheumatischen Beschwerden und Verdauungsleiden. Die leicht harntreibenden Effekte der Pflanze wirken positiv bei Nierenleiden. Volksmedizinisch belegt ist der innerliche Einsatz bei Blutbildung und Erhöhung der Enzymproduktion der Bauchspeicheldrüse. Außerdem wird die Brennnessel bei Gallenerkrankungen eingesetzt. Äußerlich hilft sie bei Kopfschuppen und fettigem Haar. Die blutreinigende und entgiftende Wirkung macht man sich seit Urzeiten für Frühjahrskuren zunutze. Die Pflanze enthält Enzyme und pflanzliche Hormone, die eine krebsvorbeugende Wirkung haben. Sie senkt den Blutzuckerspiegel, hemmt Entzündungen und lindert Prostatabeschwerden. Die zerstoßenen Früchte werden volksmedizinisch als Auflage bei Rheuma und Hautleiden verwendet. Innerlich kann man sie auch als Tonikum und Biostimulanz nutzen. Die Wurzel findet Einsatz bei Prostatabeschwerden und den damit verbundenen Schwierigkeiten beim Wasserlassen.

Brennnessel – eine Pflanze, viele Zubereitungsmöglichkeiten

Brennnesselhaarwasser
50 g gesäuberte, klein geschnittene Blätter und Wurzeln in ½ Apfelessig geben und 3 Wochen an der Sonne stehen lassen. Abgießen und in eine dunkle Flasche füllen. Massieren Sie es gegen Schuppen und Haarausfall pur oder 1:5 mit Wasser verdünnt in die Kopfhaut ein und lassen es 30 Minuten lang einwirken.

Brennnessel-Essenz gegen Haarausfall
1 Handvoll gewaschene und sehr fein gehackte Wurzeln werden mit Alkohol völlig bedeckt. Das Ganze 14 Tage bei gleichmäßiger Zimmertemperatur ziehen lassen und dann durch ein Tuch filtern. Diese Tinktur ist für das tägliche Einreiben der Kopfhaut gedacht und zerstört auch die Frisur nicht.

HILDEGARD VON BINGEN:
Ein Mensch, der gegen seinen Willen vergesslich ist, nehme die brennende Nessel und zerstoße sie zu Brei, setze diesem darauf etwas Öl zu, reibe, wenn er zum Schlafen geht, seine Brust und seine Schläfen damit kräftig ein. Tue dies wiederholt und die Vergesslichkeit bei ihm wird abnehmen. Die scharfe Wärme der brennenden Nessel und die Wärme des Baumöls regen die zusammengezogenen Gefäße an, die bei wachem Bewusstsein etwas schlafen.

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Trockenfrüchte – der gesündeste Snack für zwischendurch.

trockenfrüchte

Trockenfrüchte haben zur Winterzeit Hochkonjunktur. Auf Weihnachtsmärkten dürfen getrocknete Früchte nicht fehlen. Darüber hinaus sind Trockenfrüchte ein wichtiger Bestandteil der Weihnachtsbäckerei und dürfen weder in Christstollen, noch in Früchtebrot oder im Lebkuchen fehlen. Trockenobst blickt auf eine sehr, sehr lange Tradition zurück, die bereits im Nahen Ost seinen Anfang genommen hat. Ohne Trockenfrüchte hätten damals die Karawanen wahrscheinlich niemals die Wüste durchqueren können. Denn schließlich galten sie als eine unverzichtbare Energiequelle. Egal ob getrocknete Feigen, Rosinen oder Datteln – die Nomaden hatten sie immer und überall dabei. Kein Wunder, die Vorteile von getrockneten Früchten liegen auf der Hand: Zum einen sind es leicht transportierbare Nahrungsmittel, die schnell Energie liefern und zum anderen sind sie lange haltbar und können im Gegensatz zu frischen Obst nicht matschig werden oder schimmeln. Aus diesem Gründen sind Trockenfrüchte auch sehr bei Sportlern und Wanderern beliebt.

Wie werden Trockenfrüchte produziert?

Das Trocknen von frischen Produkten ist eine der ältesten Konservierungsmethoden der Menschheit. Für die Produktion wird frisches sowie makelloses Obst verwendet. Nach der Ernte erfolgt auch meist zügig die Weiterverarbeitung. Ist dies nicht der Fall, so werden konventionelle Früchte immer mit Methylbromid begast und biologisch-angebaute schockgefroren.

Durch den Trocknungsvorgang werden viele Inhaltsstoffe der Früchte sechs- bis zehnfach konzentriert. Dadurch ist Dörrobst ein wertvoller Träger von vielen lebensnotwendigen Nährstoffen, wie zum Beispiel Vitaminen, Mineralstoffen sowie Ballaststoffen. Nur leider wird der Vitamin-C-Gehalt während der Trocknung negativ beeinflusst und somit kommt es zu Verlusten. Heute werden die Früchte teilweise noch an der Sonne getrocknet, vor allem in der Türkei, wie zum Beispiel Feigen oder Aprikosen. Die Lebensmittelindustrie trocknet ihre Früchte jedoch in speziellen Ofen. Nicht zuletzt wird das Obst mit hohen Temperaturen getrocknet, wodurch der Nährstoffgehalt enorm negativ beeinflusst wird. Bei industriell-erzeugten Trockenfrüchten bleibt am Ende außer Zucker nichts mehr übrig – eine Zuckerbombe schlechthin.

Hochwertiges getrocknetes Obst bevorzugen.

Meine Empfehlung an Dich: Trockenfrüchte sind gesund – keine Frage! Aber wenn Du getrocknetes Obst kaufen möchtest, dann empfehle ich Dir ausschließlich die ungeschwefelte und ungezuckerte Variante in Bio-Qualität zu bevorzugen. Inzwischen gibt es einige neue Start-ups, die wirklich köstliche Trockenfrüchte herstellen, eines davon ist die Firma Snack Mich GmbH aus Sauerlach. Im Onlineshop von Snack Mich finden anspruchsvolle Konsumenten verdammt leckere Trockenfrüchte in bester Bio- und Rohkostqualität. Darüber hinaus muss man auch an dieser Stelle erwähnen, dass das Trockenobst dieser Firma bis zu 80 Prozent weniger Fruchtzucker enthält. Nicht zuletzt werden die Früchte weder geschwefelt, noch zusätzlich gezuckert oder anderweitig verarbeitet – Genuss auf höchstem Niveau. Nichtsdestotrotz muss man auch sagen, dass die Trockenfrüchte der Marken Snack Mich auch ihren Preis haben. Aber hey, Qualität muss etwas kosten.

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Bärwurz – meine lange Geschichte.

bärwurz

Bärwurz ist Sinnbild periodischer Erneuerung und gilt deshalb als Jungbrunnen. Über die Herkunft des Namens war man sich schon im Mittelalter nicht einig. Für manche kam er von der Ge<<bär<<mutter, andere vermuten einen Zusammenhang mit dem echten Bären, an dessen zottiges Fell die Wurzelanhänge erinnern und der mit Vorliebe nach der Wurzel grub und das fenchelähnliche Laub verzehrte. Seit dem Mittelalter wird die Bärwurz in Klostergärten gezogen. Bei allen Pflanzen, die das Wort „bär“ in sich tragen, handelt es sich um ganz besonderes Kräuter, die die Kraft und Stärke des großen Bruders in sich tragen und starke, erneuernde Wirkmechanismen aufweisen.

Bärwurz – meine kleine Persönlichkeit.

Der Bärwurz auch Bärendill oder Wilder Fenchel genannt gehört zur Familie die Doldengewächse und ist eine mehrjährige Pflanze, welche eine Wuchshöhe bis zu 60 cm erreichen kann. Die Pflanze mag einen mageren Wiesenboden und viel Sonne. Man findet sie auf Bergwiesen, Magerrasen, kalkarmen, mäßig sauren Böden im höheren Mittelgebirge. Wegen der Verwechslung mit anderen giftigen Doldenblütlern sollte man sich beim Sammeln ganz sicher sein. Die äußerst feingliedrigen, dunkelgrünen Blätter riechen beim Zerreiben stark nach Anis. Über die Wurzel befindet sich ein dunkler Haarschopf. Die Blätter der Pflanze sind fein gefiedert, dunkelgrün und ab August verfärben sie sich.

Bärwurz – so erntest Du mich richtig.

Sellerie-, fenchel-aromatische Pflanze für Salate, Gemüse und Gewürze. Ihr Grundgeschmack ist aromatisch duftend. Die feingliedrigen, schönen Blätter kann man von April bis Mai als Suppenbeigabe nutzen. Noch weiche Blätter findet man auch während und nach der Blütezeit, bis in den September hinein. Die ausgereiften Früchte kann man ebenfalls als Aroma einsetzen, auch als Trockengewürz. Ein pikantes, sellerieähnliches Kochgemüse liefert die Wurzel junger Pflanzen im Herbst und im Frühjahr vor der Blüte. Die Blütenstände von Mai bis Juni und fleischige Blütenstielknospen im April bereichern mit ihrem pikanten Aroma Hackkräutermischungen und Salatspeisen.

Bärwurz – meine positive Heilwirkung auf Deine Gesundheit.

Volksheilkundlich wurde der Bärwurz zur Verdauungsförderung, bei Menstruationsbeschwerden, nervösen Herzbeschwerden und bei Altersschwäche eingesetzt. Aus der Wurzel kann ein Tee bereitet werden. Bekannt ist außerdem die Anwendung in Kräuterschnaps. Beide Darreichungsformen wirken auch auswurffördern und sind bei Blasenbeschwerden hilfreich. Die Wurzel wird bei Altersschwäche eingesetzt, und zwar pulverisiert oder getrocknet als Absud. Der Tee aus der Wurzel wirkt heilsam auf die Magenwände. Als Mittel gegen manche Hautausschläge macht man Bärwurzwasser aus den feinen, gefiederten frischen Blättchen. Dazu das Kraut entweder kalt ausziehen lassen oder einen Aufguss herstellen. Die Wurzel, mitsamt einigen Blättern als Mus gegessen, soll ein Potenzmittel sein, zumindest schwört man gerade in schweizerischen und Südtirols Bergregionen darauf.

Hildegard von Bingen kannte mich auch.

Der Bärenfenchel ist warm und hat trockene Grünkraft. Wer Gicht hat, der esse das Pulver mit Brot und wer Gelbsucht hat, zerstoße die Wurzel in Essig und esse sie so. Dann bereite er auch mit diesem Essig eine Suppe und er wird geheilt werden.

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Brennnessel, die unbeliebte Heilpflanze.
Buchweizen – die bessere Alternative.
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Buchweizen – die bessere Alternative zu Haferflocken.

buchweizen

Buchweizen wurde schon vor 6000 Jahren angebaut – darauf weisen historische Funde aus Nepal, Sibirien, der Mandschurei und China hin. Nomaden verbreiteten die Körnerfrucht über weite Strecken der Erde, bis sie im 13. Jahrhundert ins kühle Europa gelangte. Die kleinen dreikantigen weizen großen Früchte des Knöterichgewächses sind nahrhaft und ähneln in ihrer Form den „Buch“ eckern, dieser Ähnlichkeit verdankt der Buchweizen seinen deutschen und seinen botanischen Namen: „fagus“ (lat. = Buche); „pyros“ (griech. = Weizen); der Artname: „esculentum (lat.) bedeutet „essbar“.

Buchweizen und seine Persönlichkeit.

Der Buchweizen gehört zur Familie der Knöterichgewächsen und ist eine einjährige Pflanze, welche eine Wuchshöhe bis zu 60 cm erreichen kann. Die Pflanze mag einen sauren Moorboden oder Sand und ist frostempfindlich. Der Buchweizen hat einen aufrechten Stängel, welcher meist rot überlaufen ist. Seine Blätter sind annähernd dreieckig, zugespitzt mit herzförmiger Basis. Die Blütenstände haben dichte Rispen auf langen Stielen. Der Buchweizen hat schöne spitz dreikantige Früchte. Man findet ihn in Ruderalgesellschaften, Acker- und Gartenkrautgesellschaften.

Buchweizen – alles über die Ernte.

Von August bis September können die getreideartigen Samen des Echten Buchweizens gesammelt werden, indem man sie von den Triebspitzen oben abstreift. Sie sind angenehm zart zu kauen, etwas mehlig und schmecken nussig-getreideartig. Die Blätter wurden früher roh gegessen, was aufgrund der reizenden Wirkung nur bedingt empfehlenswert ist. Aus den Blüten und Samen kann ein roter Farbstoff gewonnen werden.

Buchweizen – die Heilwirkung einer uralten Pflanze.

Die Blätter und weichen Triebe können die Schleimhäute und empfindliche Hautstellen bei starker Sonneneinstrahlung etwas reizen. Die Körner sind sehr kohlenhydratreich, besitzen bis zu 10% Eiweiß und die in Getreiden eher seltene essenzielle Aminosäure Lysin. Darüber hinaus enthalten sie bis zu 5% des Flavonoids Rutin. Eine Teebereitung ist aufgrund des enthaltenen Rutins hilfreich bei Venen- und Gefäßschwächen und kann auch zu begleitenden Behandlung von Krampfadern und Arterienverkalkung eingesetzt werden. Außerdem hat das Rutin einen blutdrucksenkenden Effekt und wirkt deutlich antioxidativ. Die Volksheilkunde setzt die Pflanze darüber hinaus zur Blutstillung, bei Netzhautblutungen, Venenstauungen und zur Anregung der Milchsekretion bei Wöchnerinnen ein. Die Homöopathie nutzt Potenzierung bei Kopfschmerzen und Lebererkrankungen. Die Buchweizenkörner sind glutenfrei und können zu Mehl vermahlen und daraus Gebäck hergestellt werden.

Buchweizen in allen Lebenssituationen.

Buchweizentee
1-2 TL Buchweizenkraut mit 200 ml Wasser 3 Minuten aufkochen und circa 10 Minuten ziehen lassen. 3 – 4 Monate lang 3-mal täglich 1 Tasse trinken und dann sollte Sie 3 Monate Pause machen.

Tee gegen Gedächtnisschwäche
Je 20 g Buchweizenkraut, Basilikum, Eisenkraut, Rosmarin und Weidornblätter. 7 Minuten ziehen lassen. 6 Wochen lang 3-mal täglich 1 Tasse trinken.

Venentee
Je 20 g Buchweizenkraut, Schafgarbe, Honigklee, Hohlzahn und Weißdorn. 10 Minuten ziehen lassen. 6 Wochen lang 3-mal täglich 1 Tasse trinken.

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Blutwurz – das Wunder der Natur

Blutwurz – eine Heilpflanze ohnegleichen.

Blutwurz

Wollte man ein Amulett tragen, das einen zuverlässigen Schutz vor bösen Einflüssen darstellte, so wurde eine passende Wurzel der Blutwurz gesucht, die schon durch ihren Namen ausdrückte, was man von ihr erwartete: potentilla = mächtig. Wenn die Monatsblutung nicht kommen wollte, mischte man gleichviel Pulver des Blutwurzkrautes, der Hauswurz und Lilien-Öl, und nahm dieses Gemisch ein, dies galt als besonderes Mittel der Sympathiemedizin, wenn die Jungfer ihre Zeit nicht hat. Als kleine Draufgabe musste sie auch noch ein Stück Hemd jenes Mannes verbrennen, der ihr zu nahegekommen war. Die Blutwurz wird in älteren Schriften ebenso oft wie Bibernelle und Ehrenpreis als Antipestkraut genannt. Nach altem Glauben kommt alle sieben Jahre der Teufel und beißt einmal bei der Wurzel ab. Tatsächlich sieht die kurze, knollige Wurzel wie abgebissen aus.

Blutwurz – ein bisschen Botanik schadet nie.

Die Pflanze gehört zur Familie die Rosengewächse (Rosaceae) und ist eine mehrjährige Pflanze, welche eine Wuchshöhe bis zu 60 cm erreichen kann. Außerdem mag die Pflanze einen durchlässigen Boden mit viel Sonne. Sie wächst in Sumpf- und Moorwiesen, häufig auf Magerwiesen, auf Heideböden.  Die Blätter der Pflanze sind handförmig, mit 3 bis 5 Teilblättern. Die Blätter am Stängel sind größer als die zur Blütezeit häufig bereits verwelkten Blätter am Grunde. Die Blüten der Pflanze sind 2 – 6 cm lang gestielt. Die Blüte ist vierteilig: 4 Kelch-, 4 Außenkelch und 4 Blütenkronblätter.

Blutwurz – alles über die Ernte.

Die Wurzel enthält viel Tannin und muss vor der Nutzung als Streckmehl mehrfach ausgekocht werden. Ernten Sie den Wurzelstock zwischen März und April oder im Oktober. Das geht meist relativ leicht, weil die Pflanze lockeren Boden bevorzugt. Waschen Sie die von den Würzelchen befreiten Rhizome und zerkleinern Sie sie grob. Legen Sie sie zum Trocknen in dünner Schicht aus oder reihen Sie sie auf Schnüre auf.

Blutwurz – die erstaunliche Heilwirkung.

Eine medizinische Verwendung fand seit alters her der getrocknete Wurzelstock der Blutwurz. Er enthält reichlich Gerbstoffe, außerdem Flavonoide, Phenolcarbonsäuren und Triterpensäuren. Die enthaltenen Gerbstoffe wirken antioxidativ, entzündungshemmend und zusammenziehend. Der Pflanzenextrakt wirkt antiallergen, antiviral, antibakteriell, immunstimulierend und blutdrucksenkend. Aufgrund der roten Farben des abgeschnittenen Wurzelstocks wurde die Blutwurz früher bei allen Arten von Blutungen, bei Erkrankungen des Blutes und bei blutigen Durchfällen verwendet. Auch heute noch nutzt man sie zur Behandlung entzündlicher Magen-Darm-Erkrankungen, bei Durchfällen und Hämorrhoiden, außerdem als Gurgelmittel bei Infektionen des Mund- und Rachenraums. Wegen des hohen Gerbstoffgehaltes verwendete man die Pflanze früher auch zum Gerben von Leder.

Blutwurz für vielerlei Beschwerden.

Gurgeltee
20 g Blutwurzwurzel, 10 g Eichenrinde und 10 g getrocknete Heidelbeeren. 10 Minuten ziehen lassen. 2- bis 3-mal täglich gurgeln, bis Besserung eintritt.

Durchfalltee
Je 20 g Kamillenblüten, Gänsefinger- und Schafgarbenkraut, Heidelbeerfrüchte und Blutwurzwurzel. 10 Minuten ziehen lassen. 3-mal täglich 1 Tasse trinken, maximal 7 Tage lang.

Blutwurzwein
Eine Handvoll klein geschnittene, frische Wurzelstücke in 1 Liter Rotwein 3 Wochen ziehen lassen, absieben. Bei leichtem Durchfall trinken Sie 1 Likörgläschen täglich.

Ist hier etwas interessantes für Dich dabei?
Alles über Trockenfrüchte
Brennnessel, die unbeliebte Heilpflanze.
Mehr über Bärwurz
Buchweizen – die bessere Alternative.